{"id":3738,"date":"2024-05-24T15:08:30","date_gmt":"2024-05-24T15:08:30","guid":{"rendered":"https:\/\/bitpartikel.com\/cryptonite\/?p=3738"},"modified":"2024-08-23T08:49:46","modified_gmt":"2024-08-23T08:49:46","slug":"fiat-leben-fiat-gegen-die-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bitpartikel.com\/cryptonite\/blog\/2024\/05\/24\/fiat-leben-fiat-gegen-die-natur\/","title":{"rendered":"Fiat-Leben: Fiat gegen die Natur."},"content":{"rendered":"\n<p>der fiat-standard | Kapitel 7 | Saifedean Amous<br><strong>Blockzeit: <strong>850\u2019807 | Moskauzeit: 17:92<\/strong> | Lesezeit: 2.5 Bl\u00f6ck<\/strong>e<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><em>W\u00e4hrend in den ersten sechs Kapiteln einiges \u00fcber das Fiat-Geldsystem im allgemeinen zu erfahren war, folgen nun einige Kapitel in welchen der Autor die Einfl\u00fcsse von Fiat in s\u00e4mtliche gesellschaftlichen Bereiche wie Wirtschaft, Ern\u00e4hrung, Wissenschaft, Bildung und Familie durchleuchtet. Es ist Natur der Sache, dass der Mensch mit der Natur umgehen lernen muss. Um zu \u00fcberleben, muss er t\u00e4glich Nahrung auftreiben. Jedes Lebewesen muss dass und dabei auch schauen, dass es selber nicht zu Nahrung wird.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Als Geldsystem, dessen konstituierende Einheiten f\u00fcr Regierungen leicht herzustellen sind, st\u00f6rt Fiat diese nat\u00fcrliche Ordnung, da es die Verbindung zwischen Arbeit und Belohnung aufhebt. Anstatt dass der Markt dem Einzelnen eine Belohnung f\u00fcr seine Arbeit bietet, die der Wertsch\u00e4tzung dieser durch andere entspricht, macht Fiat-Geld monet\u00e4re Belohnung in hohem Masse von politischem Gehorsam und Verbindungen abh\u00e4ngig. Anstatt zu lernen produktiv zu sein, lehrt Fiat-Geld, Politik zu machen. Anstatt dass Arbeit aufgrund ihrer Produktivit\u00e4t belohnt wird, wird sie aufgrund von k\u00fcnstlichen Statusspielen belohnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Zentral gelenkte und geplante Geldsysteme sind marktverzerrend. Letztlich ist die H\u00e4lfte eines jeden wirtschaftlichen Handels eine Transaktion. Geld ist ein Medium f\u00fcr Kommunikation. Gewinn und Verlust sind Signale, die daf\u00fcr sorgen, dass produktive Unternehmen \u00fcberleben und diejenigen, die unproduktiv sind, ihr Ressourcen verlieren und sie somit nicht mehr verschwenden. In einer soliden Geldwirtschaft kann ein Unternehmen nur \u00fcberleben, wenn es etwas von Wert f\u00fcr andere produziert. Wird Geld von der Regierung kontrolliert, wird dieser Prozess pervertiert und der Gewinn-und-Verlust-Mechanismus sabotiert. Unproduktive, aber politisch beg\u00fcnstigte Unternehmen k\u00f6nnen jahrzehntelang \u00fcberleben und weiterhin Ressourcen verschwenden, w\u00e4hrend produktive und politisch in Missgunst gefallene Unternehmen in Konkurs gehen k\u00f6nnen.  Indem eine Regierung die Monopolw\u00e4hrung abwertet, zwingt sie im Grunde jeden, seine Zeipr\u00e4ferenz zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fiat-Zeitpr\u00e4fernz.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Geld als Technologie ist eng mit unserer Zeitpr\u00e4ferenz verwoben, d.h. mit dem Grad, zum dem wir die Zukunft abwerten. In dem Masse, in dem die Menschen die F\u00e4higkeit entwickeln, wirtschaftliche G\u00fcter f\u00fcr die Zukunft zu speichern, steigt auch ihre F\u00e4higkeit, f\u00fcr ihre Zukunft vorzusorgen. Mit zunehmender wirtschaftlicher Raffinesse k\u00f6nnen die Menschen dauerhafte Konsumg\u00fcter entwickeln, die sie \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg aufbewahren und nutzen. Indem sie Geld zur Abwicklung von Gesch\u00e4ften nutzen, kann es auch gespart werden, um wirtschaftlichen Wert in die Zukunft zu \u00fcbertragen. Je besser wir in der Lage sind, f\u00fcr die Zukunft vorzusorgen, desto mehr werden wir uns ihrer bewusst und k\u00f6nnen entsprechend planen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Prozess der Senkung der Zeitpr\u00e4ferenz ist untrennbar mit Geld verbunden. Der Besitz von Geld erm\u00f6glicht es den Menschen, Konsum aufzuschieben und daf\u00fcr etwas zu empfangen, das seinen Wert beh\u00e4lt und leicht umgetauscht werden kann. Die Geschichte des Geldes ist eine nat\u00fcrliche Entwicklung von einfacheren zu h\u00e4rteren Medien im Laufe der Zeit. Salz, Vieh, Glasperlen, Kalkstein, Muscheln, Eisen, Kupfer und Silber wurden zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Orten als Geld verwendet aber gegen Ende des 19. Jahrhunderts war praktisch die ganz Welt an einen Goldstandard gebunden. Im Laufe der Geschichte war Geld tendenziell immer das am schwierigsten zu produzierende Gut. In dem Masse, in dem sich weicheres zu einem h\u00e4rteren Tauschmittel entwickelt, wird die Zeitpr\u00e4ferenz der Menschen auf nat\u00fcrliche Art abnehmen, da ihre Diskontierung der Zukunft abnimmt. Ohne Geld w\u00e4re es schwieriger, Konsum in die Zukunft zu verlegen und zu sparen, weil die G\u00fcter mit der Zeit an Wert verlieren k\u00f6nnten. Geld erh\u00f6ht auf nat\u00fcrliche Art den erwarteten zuk\u00fcnftigen Wert aufgeschobenen Konsums, verglichen mit einer Welt ohne Geld. Dies schafft Anreize f\u00fcr die Zukunftsvorsorge. Je besser das Geld seinen Wert in der Zukunft erh\u00e4lt, desto zuverl\u00e4ssiger kann der Einzelne mit diesem Geld f\u00fcr die Zukunft vorsorgen und desto geringer ist die Ungewissheit \u00fcber sein zuk\u00fcnftiges Leben. Wenn die Menschen die Zukunft mehr sch\u00e4tzen, beginnen sie, in deren Verbesserung zu investieren. Ihre Handlungen werden im Hinblick auf deren Folgen in einem immer l\u00e4ngeren Zeitrahmen ausgef\u00fchrt. Menschen beginnen zu kooperieren und zus\u00e4tzlichen wirtschaftlichen Wert zu schaffen. Die materiellen Lebensbedingungen verbessern sich mit der Zeit, und nachfolgende Generationen haben einen besseren Lebensstandard als ihre Vorfahren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\">Leider sind wir gerade dabei, diese Entwicklung ins Gegenteil zu verschieben, indem die Illusion von Fiat-Papiergeld immer weicher wird, der Mittelstand wegbricht und seit einigen Jahrzehnten kontinuierlich Wohlstand und Ersparnisse vernichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die Entwicklung hin zu h\u00e4rterem Geld mit besserer Verk\u00e4uflichkeit \u00fcber Raum und Zeit hinweg kann als ein Beitrag zum epochalen R\u00fcckgang der Zeitpr\u00e4ferenz angesehen werden, da sie den Menschen eine bessere Spartechnologie erm\u00f6gliche, die Zukunft f\u00fcr sie weniger ungewiss machte und sie somit dazu veranlasste, diese weniger abzuzinsen. Mit dem Goldstandard des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts hatte ein grosser Teil der Welt Zugang zu einer Form von Geld, die ihren Wert bis weit in die Zukunft hinein behalten konnte und gleichzeitig immer einfacher \u00fcber den ganzen Erdball zu transferieren war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\">Es ist kein Zufall, dass die Industralisierung, die herausragendsten Erfindungen und die innovativsten technologischen Fortschritte mit dem auslaufenden 19. Jahrhundert zusammenfallen und dass w\u00e4hrend dem gesamten 20. Jahrhundert (dem Jahrhundert der grossen Kriege) kaum mehr revolution\u00e4re Neuigkeiten mehr erfunden wurden. Sogar das Internet, k\u00f6nnte man als Weiterentwicklung der Telefonie betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Mit der M\u00f6glichkeit, in hartem Geld zu sparen, wird jeder st\u00e4ndig dazu verleitet, zu sparen, also dem gegenw\u00e4rtigen Konsum weniger Gewicht, eine niedrigere Zeitpr\u00e4ferenz einzur\u00e4umen. Die Umstellung auf ein weicheres Geldmedium im 20. Jahrhundert hat diesen jahrhundertealten Prozess der allm\u00e4hlichen Verringerung der Zeitpr\u00e4ferenz umgedreht. Anstatt einer Welt, in der fast jeder Zugang zu einem Wertaufbewahrungsmittel hatte, dessen Angebot nur um etwa 2% pro Jahr erh\u00f6ht werden konnte, bescherte uns das 20. Jahrhundert ein Sammelsurium von staatlich bereitgestellten Abscheulichkeiten von W\u00e4hrungen, die nur in den besten F\u00e4llen mit 6 bis 7% wuchsen und in der Regel ein zweistelliges und gelegentlich sogar ein dreistelliges prozentuales Geldmengenwachstum erreichten. Anstatt von einer Wertsteigerung des Geldes zu profitieren, versetzte Fiat die Menschen des 20. Jahrhunderts in weitaus primitivere Zeiten zur\u00fcck, in denen Werterhaltung in der Zukunft unsicher und der Wohlstand voraussichtlich sinken w\u00fcrde, wenn er \u00fcberhaupt erhalten blieb. Diese Unsicherheit f\u00fchrt zu einer starken Diskontierung der Zukunft, also einer h\u00f6heren Zeitpr\u00e4ferenz in die Gegenwart.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\">Warum den Konsum heute aufschieben, wenn man nicht weiss, was morgen mit seinem Verm\u00f6gen geschieht? Dies wird insbesondere in Regionen oder L\u00e4ndern mit Hyperinflation sichtbar. Ein Blick in den Libanon, nach Simbabwe oder Venezuela reicht, um zu begreifen, welche Auswirkungen es auf den Lebensstandard solcher Volkswirtschaften hat, wenn der Wertzerfall der lokalen W\u00e4hrung zu einem t\u00e4glichen \u00dcberlebenskampf wird und die M\u00f6glichkeit zur Flucht in einen verl\u00e4sslichen Wertspeicher verwehrt oder blockiert wird. In L\u00e4ndern mit Hyperinflation geht die Sorge in die Zukunft komplett verloren und wird durch den t\u00e4glichen \u00dbberlebenskampf ersetzt. Das Geld wird sofort ausgegeben. Da die Zukunft dermassen diskontiert wird, verlieren die Menschen die Motivation umsichtig oder gesetzestreu zu leben. Die Gesellschaft wird r\u00fccksichtsloser und kriminell.<br><br>Die unmittelbarste Auswirkung des R\u00fcckgangs der F\u00e4higkeit des Geldes Wert im Laufe der Zeit zu erhalten, ist ein Anstieg des unmittelbaren Konsums und ein R\u00fcckgang des Sparens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Eine Entwicklung, welche sich inzwischen auch bereits in unseren Breitengraden, insbesondere in jungen Generationen aber auch in Unternehmen bemerkbar macht. In L\u00e4ndern mit hoher Inflation wird das Geld bereits Anfang Monat f\u00fcr Lebensmittel ausgegeben (siehe T\u00fcrkei), weil man nicht sicher sein kann, ob es Ende Monat noch f\u00fcrs \u00dcberleben reicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die Kultur des Geltungskonsums, die unseren Planeten heute durchdringt, kann nur durch die verzerrten Anreize verstanden werden, die Fiat-Geld rund um Konsum schafft. Da Geld st\u00e4ndig an Wert verliert, wird das Aufschieben von Konsum und Sparen einen negativen Erwartungswert haben. Der Weg des geringsten Widerstands, der Weg, der die gesamte Kultur der Fiat-Gesellschaft durchdringt, besteht darin, sein gesamtes Einkommen zu konsumieren und von Gehaltscheck zu Gehaltscheck zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\">Mit hartem Geld welches an Wert gewinnt, werden die Besitzer dieses Geldes automatisch w\u00e4hlerischer, wof\u00fcr sie es ausgeben, da die Opportunit\u00e4tskosten mit der Zeit steigen. Weshalb einen minderwertigen Tisch, ein minderwertiges Hemd oder Haus kaufen, wenn man eine Weile warten und zusehen kann, wie sich die Ersparnisse vermehren, um ein besseres Produkt zu kaufen? Wenn ihnen aber das Geld L\u00f6cher in die Taschen brennt, werden die Verbraucher weniger w\u00e4hlerisch, was die Qualit\u00e4t der gekauften Waren angeht. Minderwertige Ware wird zu einem vern\u00fcnftigen Angebot, wenn die Alternative darin besteht, Geld zu halten, das mit der Zeit an Wert verliert, so dass man lediglich ein noch minderwertigeres Produkt damit erwerben kann. Selbst minderwertige Tische, H\u00e4user oder Hemden werden ihren Wert besser halten, als eine fortlaufend entwertende Fiat-W\u00e4hrung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Fiat-Architektur.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die hohe Zeitpr\u00e4ferenz von Fiat wird vielleicht am deutlichsten wenn man sich das langlebigste Konsumgut der Menschen ansieht: Geb\u00e4ude. W\u00e4hrend industrielle Technologie das Bauen billiger und einfacher gemacht hat als je zuvor, ist die Qualit\u00e4t von Geb\u00e4uden weltweit zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\">Aus Gespr\u00e4chen mit Bauunternehmern oder Freunden und Bekannten welche selber bauten erfuhr ich immer wieder, wie die Qualit\u00e4t im Baugewerbe selbst in der Schweiz stetig schlechter wird. Auch aus eigener Erfahrung kann ich dies mittlerweile best\u00e4tigen. Auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie bin ich inzwischen auf einige Bauruinen aus den 00er Jahren des 21. Jahrhunderts gestossen, welche bereits nach 10 bis 20 Jahren einer Totalsanierung bedurften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wenn die Zeitpr\u00e4ferenz steigt, nimmt die Diskontierung der Zukunft zu, und der Wert eines Hauses, das viele Jahrzehnte \u00fcberdauert, sinkt deutlich. W\u00e4hrend dies passiert, hat sich die Architektur von der Optimierung der Qualit\u00e4t und Langlebigkeit hin zur Optimierung der gegenw\u00e4rtigen Kostenreduzierung entwickelt. Unter dem Goldstandard wurden langlebige H\u00e4user gebaut. Aber als auch in der Schweiz dieser Goldstandard Anfang\/Mitte der 90er Jahre abgeschafft wurde, nahm auch die Qualit\u00e4t der Bausubstanz hierzulande kontinuierlich ab. Insgesamt ist die Architektur des 20. Jahrhunderts h\u00e4sslicher und kurzlebiger als jene des 19. Man k\u00f6nnte meinen, dass dies so ist, weil die modernen H\u00e4user wirtschaftlicher sind. Dies ist aber wohl nur der Fall, wenn man die Zukunft stark abzinst. Kurzfristig mag es billiger sein ein dieser modularen H\u00e4user zu bauen. Langfristig ist dies aber teurer, wenn man die Instandhaltungskosten mit einrechnet, um es betriebsf\u00e4hig zu halten. Ausserdem muss es viel fr\u00fcher abgerissen und ersetzt werden als H\u00e4user aus dem 19. Jahrhundert. Dies macht insbesondere ein Spaziergang durch St\u00e4dte ersichtlich in welchen Bauten aus beiden Jahrhunderten zu sehen sind. Die Jahrtausende alte Tradition der klassischen Architektur wurde nicht durch moderne Abscheulichkeiten ersetzt, weil Letztere billiger waren, sondern einfa, weil sie ihre Kosten in die Zukunft verschieben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fiat-Kapitalvernichtung.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die starken Anreize des Fiat-Systems zur Kreditsch\u00f6pfiung machen die Kreditaufnahme f\u00fcr die meisten Menschen attraktiv und erm\u00f6glichen es ihren Kreditgebern, neue Fiat-Token zu sch\u00fcrfen. Das Resultat ist eine verschuldete Gesellschaft und dies bereits ab dem jungen Erwachsenenalter. Kaum jemand verf\u00fcgt heute noch \u00fcber Ersparnisse f\u00fcr die Zukunft. Wohlhabende sch\u00fctzen sich dagegen, indem sie einen Grossteil ihrer Ersparnisse in Sachwerten halten. Die Mehrheit h\u00e4lt aber liquide Mittel, welche stetig entwerten und haben so kaum die Motivation, f\u00fcr eine bessere Zukunft zu arbeiten. Gehen wir aber davon aus, das Sparen die Vorstufe von Investitionen ist, dann f\u00fchrt der R\u00fcckgang der Ersparnisse zu einem R\u00fcckgang der realen Investitionen, welche durch reale Ersparnisse gedeckt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\">Die durch Kreditexpansion ohne die erforderlichen Ersparnisse finanzierten Investitionen sind kein kostenloses Geschenk der Regierungen, welche uns eine h\u00f6here Produktivit\u00e4t erm\u00f6glichen ohne dass wir daf\u00fcr Opfer bringen m\u00fcssen, sie sind einfach Fehleinsch\u00e4tzungen und Fehlinvestitionen, welche zu Konjunkturzyklen, Inflation und Krisen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Jeder Konjunkturzyklus verursacht grosse Mengen an Kapitalfehlallokation in unrentable und unproduktive Unternehmungen, die effektiv Kapital verbrauchen, anstatt es zu vermehren. Kredite, die nicht durch Ersparnisse gedeckt sind, k\u00f6nnen kein neues Kapital f\u00fcr Investitionen schaffen, sie k\u00f6nnen nur vorhandenes Kapital in Sektoren unterteilen, in die eigenn\u00fctzige Individuen, die auf einem freien Markt agieren, es nicht verteilt h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Eine weitere M\u00f6glichkeit, die zerst\u00f6rerischen Auswirkungen von Inflation auf die Kapitalbildung zu verstehen, besteht darin, dass eine drohende Inflation Sparer dazu veranlasst, in alles zu investieren, von dem sie sich eine bessere Rendite versprechen als von der Haltung von Bargeld. Wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten, welche wirtschaftlichen Wert vernichten und Kapital verbrauchen, erscheinen im Vergleich zu der sich entwertenden Geldeinheit als wirtschaftlich und k\u00f6nnen weiterhin bestehen, Investitionen anziehen und Kapital vernichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\"> Da die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Zukunft vorzusorgen, aufgrund der Unf\u00e4higkeit des Geldes, seinen Wert zu erhalten, immer unsicherer wird, zinsen die Wirtschaftsakteure die zuk\u00fcnftigen Leistungen von B\u00f6den, Fl\u00fcssen, W\u00e4ldern, Str\u00e4nden und Grundwasserleitern immer st\u00e4rker ab, was die Ausbeutung dieser Ressourcen zu einer rationalen Strategie macht. Der Wunsch, diese Teile der Natur zu erhalten, schwindet, und das unvermeidliche Ergebnis ist Ersch\u00f6pfung und \u00dcbernutzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Mit der allgemeinen Zunahme der Zeitpr\u00e4ferenz und der starken Diskontierung der Zukunft geht eine Zunahme zwischenmenschlicher Konflikte und der Verfall der Sitten und Gebr\u00e4uche einher, auf denen die menschliche Gesellschaft gr\u00fcndet. Handel, soziale Zusammenarbeit und die F\u00e4higkeit der Menschen, in engem Kontakt miteinander in dauerhaften Siedlungen zu leben, h\u00e4ngen davon ab, dass sie lernen, ihre niederen, feindseligen, tierischen Instinkte und Reaktionen zu kontrollieren und sie durch Vernunft und eine langfristig ausgerichtete Lebensplanung zu ersetzen. Wenn aber der Einzelne Zeuge der Verfl\u00fcchtigung seines Wohlstandes wird, f\u00fchlt er sich zu Recht beraubt und stellt den Nutzen des Lebens in einer Gesellschaft und der Einhaltung ihrer Sitten in Frage. Anstatt eines Weges, f\u00fcr mehr Wohlstand f\u00fcr alle zu sorgen, erscheint die Gesellschaft als ein Mechanismus, mit dem einige wenige die Mehrheit ausrauben k\u00f6nnen. Je st\u00e4rker die Inflation, desto h\u00f6her die Kriminalit\u00e4tsrate und desto mehr Konflikte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fiat-Familie.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Selbst die Familie selbst ist ein Opfer des Angriffs des Fiat-Inflationismus auf die Zeitpr\u00e4ferenz. In den meisten Kulturen investieren ihre Jugend und ihre Ressourcen in den Aufbau einer Familie und opfern ihre gegenw\u00e4rtigen Ressourcen um ein sicheres Umfeld f\u00fcr Kinder zu schaffen. Im Gegenzug erhalten sie eine Familie, die sich im Alter um sie k\u00fcmmert. Eine Familie zu gr\u00fcnden ist eine Entscheidung geringer Zeitpr\u00e4ferenz, welche vom Einzelnen verlangt, die Zukunft hoch zu bewerten und Opfer f\u00fcr sie zu bringen. In einem harten Geldstandard wird die Last der Aufopferung durch die M\u00f6glichkeit des Sparens in einem Geld das an realem Wert gewinnt, erleichtert. Da jedoch die lockere Fiat-Geldmengenpolitik zu st\u00e4ndigen Preissteigerungen f\u00fchrt und Ersparnisse aufzehrt, hat der finanzielle Druck des Fiat-Geldes zu Familien mit zwei Lohnempf\u00e4ngern gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\">Die F\u00e4higkeit des Staates, F\u00fcrsorge zu leisten, untergr\u00e4bt den Anreiz des Einzelnen, Opfer zu bringen, um eine Familie zu gr\u00fcnden. In dem Masse, in dem Bildung, Kinderbetreuung, Gesundheitsf\u00fcrsorge und Altersversorgung in die Zust\u00e4ndigkeit des Staates fallen, sinkt das Bed\u00fcrfnis, nach einer Familie, weshalb auch die daf\u00fcr erforderlichen Opfer nicht mehr zwingend erscheinen. Alle famili\u00e4ren Bindungen werden geschw\u00e4cht, wenn der Staat sich die Macht der F\u00fcrsorge aneignet (siehe auch Italien).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">In einer Welt, in der der Wohlfahrtsstaat nicht durch Fiat finanziert wurde, war die Familie die einzige Hoffnung f\u00fcr das \u00dcberleben in der Kindheit und im Alter, und so hatte jeder einen starken Anreiz, in famili\u00e4re Beziehungen zu investieren. Ohne einen starken Familienferbund war es ohne einen Wohlfahrtsstaat viel folgenschwerer sich von der Familie zu entfernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#fcb90029\">Der Drang, Kinder zu haben, ist f\u00fcr die meisten Menschen instinktiv und eigentlich ist es auch eine gute M\u00f6glichkeit, sich f\u00fcrs Alter vorzubereiten. Stattdessen beobachtet man heute sehr h\u00e4ufig, dass Menschen ihre Jugend m\u00f6glichst lange ausdehnen und mit belanglosem Unsinn vergeuden, der zwar fl\u00fcchtige Freuden aber wenig dauerhafte Sicherheit, Zufriedenheit oder Erf\u00fcllung bietet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Auch wenn einem der Staat im Alter finanziell unterst\u00fctzt, so kann er einem nicht umarmen und lieben, wenn man alt und gebrechlich wird. Der Mensch hat Bed\u00fcrfnisse, welche \u00fcber das finanzielle hinausgehen. In unserer Psyche hat sich in den letzten hundert Jahren nichts ge\u00e4ndert, was uns erlauben w\u00fcrde, dieses Bed\u00fcrfnis zu \u00fcberwinden und die Familie zu opfern. Was sich ge\u00e4ndert hat, ist unsere F\u00e4higkeit, langfristig zu denken und f\u00fcr unser zuk\u00fcnftiges Selbst zu sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Bewaffnet mit den fortschrittlichen und gef\u00e4hrlichen Technologien seiner Vorfahren aus dem goldenen Zeitalter, plant der Fiat-Mensch sein Leben in immer k\u00fcrzeren Zeithorizonten, stolpert von einer kurzfristigen L\u00f6sung zur n\u00e4chsten, ersch\u00f6pft seinen Kapitalstock und entwertet die jahrhundertealten Institutionen. Sitten und Traditionen, welche seine moderne Existenz erst erm\u00f6glichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Bitcoin-Mensch hat nun erstmals seit Langem wieder die M\u00f6glichkeit, seine Zeitpr\u00e4ferenz zu senken. Zum ersten Mal besteht wieder Hoffnung, den Anstieg der Zeitpr\u00e4ferenz im 20. Jahrhundert und die vielen damit verbundenen Katastrophen umzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-amber-background-color has-background has-medium-font-size\">Die deutsche \u00dcbersetzung und Quelle f\u00fcr diese Blog-Reihe des <strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/aprycot.media\/shop\/der-fiat-standard\/\" target=\"_blank\">\u00abfiat-standard\u00bb findest du bei Aprycot Media<\/a><\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/twitter.com\/BITpARTIKEL\" target=\"_blank\">@BITpARTIKEL<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Falls du die Alby-Erweiterung noch nicht in deinem Browser installiert hast, darfst du gerne mit einem Klick auf einen der nachfolgenden Button auch direkt ein paar deiner hart erarbeiteter Sats zu mir r\u00fcber schubsen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-4\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\">\n<figure 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