{"id":721,"date":"2021-09-12T14:06:00","date_gmt":"2021-09-12T14:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/bitpartikel.com\/cryptonite\/?p=721"},"modified":"2022-06-04T11:04:01","modified_gmt":"2022-06-04T11:04:01","slug":"mein-weg-zum-bitcoin-full-node","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bitpartikel.com\/cryptonite\/blog\/2021\/09\/12\/mein-weg-zum-bitcoin-full-node\/","title":{"rendered":"Mein Weg zum Bitcoin Full Node &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Ich geh\u00f6re ja, was das Durchschnittsalter der Bitcoinianer:innen betrifft (50+), zu einer \u00fcberschaubaren Minderheit. Um ehrlich zu sein, ist dies in meinem beruflichen IT-Umfeld bereits eine gef\u00fchlte Ewigkeit der Fall. Nichts desto Trotz oder gerade deshalb werde ich hier meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit Bitcoin, meinen Fall ins \u00abRabbit Hole\u00bb und den konsequenten Weg zum Bitcoin-Fullnode beschreiben. Denn die Idee meines Blogs ist es nicht zuletzt, \u00abmeiner\u00bb Generation die Ber\u00fchrungs\u00e4ngste bez\u00fcglich Bitcoin zu nehmen und sie an die Faszination dieser bahnbrechenden Innovation heranzuf\u00fchren. Denn Bitcoin ist weit mehr als Technologie. Bitcoin steht mindestens auf Augenh\u00f6he mit der Erfindung des Internets und es ist absehbar, dass Bitcoin in beinahe alle Lebensbereiche Einfluss nehmen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Um den geneigten und interessierten Lesern meinen pers\u00f6nlichen Weg nachvollziehbar zu beschreiben, wollen wir erst einmal ein paar Jahrzehnte zur\u00fcckspulen. Als gelernter Schriftsetzer habe ich gerade meinen Lehrabschluss in einer aussterbenden Berufsgattung gemacht und durfte mich gleich neu orientieren. Und so war es eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung, dass ich gleichzeitig erste Erfahrungen mit dieser neuen Technologie Internet machen durfte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wer braucht den schon so ein Web?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Landen wir nun also mit unserer Zeitmaschine im Jahr 1991. Ich bin noch nicht mal Mitte 20ig, seit wenigen Jahren berufst\u00e4tig, sitze vor einem Next-Computer und w\u00e4hle mich zum ersten Mal \u2013 \u00fcber ein analoges Modem \u2013 ins Internet ein. Nach gef\u00fchlt f\u00fcnf Minuten ist es endlich soweit, die Verbindung steht und vor meinen Augen baut sich (ruckelig) eine statische Webseite auf, welche aus wenig mehr als einem grauen Hintergrund, kaum lesbaren, farbigen Lettern und ein paar h\u00e4sslich blinkenden Buttons besteht &#8230; Nicht gerade das gelbe vom Ei in den Augen eines ausgebildeten Schriftsetzer und Grafiker, welcher gerade dabei ist, seinen ersten Webdesign-Auftrag an Land zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ein befreundeter Startup-Gr\u00fcnder fragte an, ob ich es mir zutrauen w\u00fcrde, in Zusammenarbeit, die Webseite des damaligen \u00abBundesamtes f\u00fcr Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA)\u00bb zu gestalten? Ich sollte mir, zwecks Entscheidungsfindung, einen ersten Ein- und \u00dcberblick verschaffen. Ungeachtet der Tatsache dass diese zukunftsweisende und neue Technologie eine Beleidigung f\u00fcr meine visuellen Synapsen darstellte und die Worte Benutzerf\u00fchrung und Anwenderfreundlichkeit noch nicht \u00abgeboren\u00bb waren, zog mich dieses Internet unmittelbar in seinen Bann. Da wollte, nein musste ich antizipieren. Auch wenn ich bis zu jenem Zeitpunkt keinen Blassen von HTML, Javascript, Flash (damit ist nicht der Comic-Held gemeint) und Konsorten hatte willigte ich ein und zog somit meinen ersten Webdesign-Job an Land.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">W\u00e4hrend der folgenden Wochen und Monate wurde ich nicht m\u00fcde, Freunden, Bekannten und Verwandten von dieser neuen, bahnbrechenden Technologie zu erz\u00e4hlen, mit ihnen \u00fcber das unersch\u00f6pfliche Potential und die Revolution der Informationstechnologie zu philosophieren. Allzu oft starrte mich mein Gegen\u00fcber mit grossen Augen an, nur um mich bald zu fragen: \u00abInternet wer braucht denn sowas? Wof\u00fcr soll so eine eigene Webseite denn gut sein?\u00bb Mein Vater, damals Vorstandsmitglied eines der f\u00fchrenden Schweizer Verlagsh\u00e4user meinte zu mir: \u00abSohn, wenn du dich da mal nicht verrennst. Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder seine eigene Meinung ver\u00f6ffentlicht? Das ist in h\u00f6chstem Masse unseri\u00f6s. Niemand hat auf dieses Internet gewartet &#8230;\u00bb<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Eine Wand aus Ablehnung.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Doch dies war l\u00e4ngst nicht alles, was ich damals an Widerstand und Skepsis zu h\u00f6ren kriegte. Je mehr sich dieses Web verbreitete, desto ablehnender wurden die Schlagzeilen. Staaten wollten das WWW verbieten oder zumindest zensurieren, Banken wollten Kunden vor kriminellen \u00dcbergriffen besch\u00fctzen und rieten vom Gebrauch privater Handelsplattformen ab. Der soziale Zerfall wurde proklamiert und bald schon wurde behauptet, dass es sich um nichts weiter als um einen Hype und eine Blase handeln w\u00fcrde. Wo man hinschaute und -h\u00f6rte, wurde man den Eindruck nicht los, dass immense Interessenskonflikte und philosophische Glaubensgrunds\u00e4tze auf dem R\u00fccken dieser revolution\u00e4ren Technologie ausgefochten wurden. Doch je lauter und energischer dar\u00fcber debatiert wurde, ob dieses Internet nun Fluch oder Segen f\u00fcr die Gesellschaft sei, desto interessanter wurde es. Leider brauchte Europa wie so oft wesentlich l\u00e4nger, um diese Technologie f\u00fcr sich zu entdecken, als dies beispielsweise in Amerika der Fall war. Und so sprossen die Tech-Startups in Silicon Valley nur so aus dem Boden. Der Rest ist Geschichte &#8230; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Heute ist kaum mehr etwas von diesem freien Internet zu sehen. Internationale \u2013 vorwiegend amerikanische \u2013 Konzerne um nicht zu sagen digitale Staaten, teilen sich den Kuchen auf und diktieren dem Markt ihre Regeln auf, von Zensur und staatlicher \u00dcberwachung wollen wir hier gar nicht erst reden. Das haben andere schon ausreichend getan &#8230; <br>Das digitale Informations-Zeitalter ist zu einem Fakenews-Zeitalter verkommen, welches letztlich eine faschistoide, orange Medienhure auf den Gipfel der Weltmacht sp\u00fclte. Im Vergleich zu Donald war der \u00abCowboy\u00bb Ronald in den 80ern gerade mal Pony-Reiten &#8230;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Be your own Trader oder wenn du dich da mal nicht verspekulierst &#8230;<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Doch wieder zur\u00fcck auf meinen Weg zum Bitcoin-Fullnode. Kaum war damals klar, dass und in welchem Tempo sich eine neue, digitale Industrie entwickeln w\u00fcrde, musste auch ein neuer B\u00f6rsen-Index her. Dieser Index wurde (wen wundert\u2019s) in Amerika ins Leben gerufen und etablierte sich bald als Nasdaq. Die StartUps schossen wie Pilze aus dem Boden und jeder der in der Lage war, an einem Wochenende ein paar gerade S\u00e4tze in Form eines Whitepaper zu formulieren, versuchte sich bei diesem Technologie-Index listen zu lassen. Beinahe zeitgleich dr\u00e4ngten die ersten Online-B\u00f6rsenplattformen auf den Markt, welche all jene zu privaten Tradern machten, welche \u00fcber ein analoges Modems verf\u00fcgten und sich einen pers\u00f6nlichen Account anlegen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Selbstredend geh\u00f6rte auch der Verfasser dieses Beitrages zu diesen Fr\u00fcheinsteigern und so kam es, dass sich mein Portfolio rasant mit allem f\u00fcllte, was einen \u00abvielversprechenden\u00bb UseCase hatte. Es er\u00fcbrigt sich, dass ich mich heute kaum mehr an eine dieser Firmen erinnere, da die meisten oft nicht mehr als bereits erw\u00e4hntes Whitepaper produzierten. Dennoch herrschte f\u00fcr eine kurze Zeit \u2013 sogar in der Schweiz \u2013 eine Art Goldgr\u00e4ber-Stimmung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Und so kam es wie es letztlich kommen musste. Ich erinnere mich noch als w\u00e4rs gestern gewesen, als an jenem Tag im Fr\u00fchjahr 2000 das Nokia in der Brusttasche meiner Motorradjacke vibrierte. Ich war gerade auf dem Weg zu einer Technologiemesse, als mich ein Freund fragte, ob ich gerade sitzen w\u00fcrde. Falls m\u00f6glich solle ich sofort aus allem raus, die Blase sei gerade dabei zu platzen. Leider war mobiles Internet (das iPhone) damals noch kein Thema und so kam es, dass ich mir das Ausmass meiner pers\u00f6nlichen Trag\u00f6die erst am Abend anschauen konnte. Ich hatte mir an jenem einen Tag nicht nur die Finger sondern auch ein f\u00fcnfstelliges Investment verbrannt. Ich weiss jetzt nicht, ob mir das zusteht aber in einem gewissen Sinne war ich im Januar 2000 der erste gegroundete Shitcoiner &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Dies hatte zur Folge, dass ich nie wieder auch nur einen Rappen in irgend etwas investierte. Und obwohl ich eigentlich noch immer an die Technologie glaubte, kehrte ich ihr w\u00e4hrend einer Dekade den R\u00fccken zu und verdiente meine Br\u00f6tchen lieber als Musical-Darsteller wo ich endlos \u00abLook To The Stars\u00bb tr\u00e4llerte. Das Internet wurde (ein weiteres Mal) totgesagt. Den nachfolgende Aufstieg von Apple, Google, Amazon und Konsorten liess ich an mir vorbei ziehen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wenn ich in der Situation meines finanziellen Groundings jedoch eines gelernt hatte, dann dass man besonders hellh\u00f6rig werden sollte, wenn Konzerne, Finanzinstitute ja sogar Staaten auf breiter Front eine Wand aus Ablehnung, Zensur und Verboten aufzuziehen versuchen. Ganz besonders misstrauisch sollte man werden, wenn in Zusammenhang mit Innovationen \u00fcber Gesetze zum Schutz der Bev\u00f6lkerung nachgedacht und debattiert wird. Insgesamt wurde mir damals zum ersten Mal richtig bewusst, dass die Machthabenden aus Politik und Wirtschaft Angst vor Kontrollverlust und sozialen Unruhen hatten, sollte sich dieses Internet tats\u00e4chlich nicht mehr aufhalten lassen. Der aggressive Kampf gegen diese autonome und nicht zensurierte Form der Informationsverbreitung war letztlich ein Ritterschlag f\u00fcr diese revolution\u00e4re und bahnbrechende \u2013 anfangs friedliche \u2013 Revolution. Zu jener Zeit gab ich mir ein eigenes Versprechen, sollte ich zu Lebzeiten jemals wieder eine \u00e4hnliche Chance bekommen, an einer derart epochalen Innovation antizipieren zu k\u00f6nnen, w\u00fcrde ich sie nicht mehr so leichtfertig an mir vorbei ziehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Geschichte reimt sich &#8230;<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Da ich mich als durchaus als lernf\u00e4hig bezeichnen w\u00fcrde, wollte ich einiges anders machen, sollte sich mir irgendwann mal wieder eine \u00e4hnliche Gelegenheit bieten. Zwar konnte ich mir kaum vorstellen, dass ich zu meinen Lebzeiten nochmals Zeuge einer derart disruptiven technologischen Innovation wie dem www werden sollte, dennoch wurde ich hellh\u00f6rig, als Kollegen Anfang 2016 zum ersten Mal Bitcoin erw\u00e4hnten. Sie wollten sich \u00fcber Mittag, an einem ATM in Z\u00fcrich \u2013 beim Stand von ungef\u00e4hr 400 Schweizer Franken \u2013 etwas von diesem magischen Internet-Geld besorgen und luden mich dazu ein mitzukommen. Ich lehnte dankend ab, da spekulieren bekanntermassen nicht meins war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Dennoch liess mich die Sache nicht in Ruhe und ich begann mich mehr und mehr daf\u00fcr zu interessieren. Da zu jener Zeit noch kaum deutschsprachige Inhalte verf\u00fcgbar waren, informierte ich mich \u00fcber einschl\u00e4gige Foren, h\u00f6rte mir englischsprachige Podcasts an, trieb mich auf Crypto-Twitter rum und abonnierte letztlich den einzigen damals verf\u00fcgbaren deutschsprachigen Kanal von Julian Hosp. Durch meine fr\u00fcheren Erfahrungen gepr\u00e4gt, konnte ich die f\u00fcr mich relevanten Informationen heraus filtern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mein pers\u00f6nlicher Bitcoin-Diplomlehrgang.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Obwohl mich die Sache immer st\u00e4rker in seinen Bann zog, konnte ich mich bis Ende 2016 einfach nicht dazu durchringen, in Bitcoin zu investieren. Bis mir im Dezember die z\u00fcndende Idee kam, wie sich ein allf\u00e4lliges Investment vor mir selbst \u00abrechtfertigen\u00bb liesse. Ich hatte Zeit meines Lebens einiges in meine berufliche Weiterbildung investiert und mich deshalb dazu entschieden, mir mit Ende 40ig weitere nationale und internationale Diplom-Lehrg\u00e4nge zu ersparen. Da ich mir sowieso das meiste Wissen autodidaktisch und mit Hilfe des Internets zu eigen machte, entschied ich mich, die ungef\u00e4hre Summe eines Diplom-Lehrgangs in Bitcoin, ein paar handverlesene Altcoins (hier war er wieder, mein Spieltrieb) und meine pers\u00f6nliche Weiterbildung zu investieren. Dumm nur, dass der Kurs damals kurzfristig bei knapp 18\u2019000 Schweizer Franken lag. So konnte ich letztlich keine 60 sondern ein Bruchteil eines Bitcoins mein Eigen nennen. Aber dieses Lied singe ich bei weitem nicht alleine &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ich war aber dennoch der \u00dcberzeugung, dass dies in jedem Fall gut investiertes Geld sei und ich \u2013 auch im Falle eines Totalverlustes \u2013 zumindest intellektuell inspiriert und angereichert aus der Sache heraus gehen w\u00fcrde. Was ich zumindest aus Erfahrung (siehe Platzen der Tech-Blase) und meinem wenigen technischen Bitcoin-Verst\u00e4ndnis bereits wusste, so lange ich meine Satoshis nicht wieder verkaufte w\u00fcrde ich auch keine Verluste einfahren, da ein Bitcoin immer ein Bitcoin bleiben w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nun, wer sich bereits etwas l\u00e4nger mit den auf und abs von Bitcoin auskennt weiss, dass meine Standhaftigkeit bereits im Januar 2017 arg auf die Probe gestellt wurde. Als sich der \u00abWert\u00bb meines Portfolios innert weniger Tage um rund 80% verringerte, mutierte ich auf einmal zum Langzeit-HODLER und es war mir schnell klar, dass sich daran auf unbestimmte Zeit nichts \u00e4ndern w\u00fcrde. Ich f\u00fchlte mich in die 0er-Jahre zur\u00fcckversetzt, konnte aber dennoch weiterhin ruhig schlafen, weil ich zum einen an Bitcoin und zum anderen an meinen Wissensdurst glaubte. Ich hatte nun noch mehr Zeit um mich intensiver mit der Sache auseinanderzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bitcoin ist b\u00f6se, klimafeindlich und ein Instrument f\u00fcr kriminelle Machenschaften.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Beinahe zeitgleich mit meinem Portfolio-Grounding viel mir auf, wie medial auf breiter Front Stimmung gegen Bitcoin gemacht wurde. Zwar wurde er nach diesem massiven Kursverlust zum wiederholten Male tot geschrieben und dennoch wurden Bankvorst\u00e4nde, Wirtschafts\u00f6konomen, Journalisten und Politiker aus allen Lagern nicht m\u00fcde, ihm die \u00fcbelsten Eigenschaften anzudichten. Bitcoin sei das Geld f\u00fcr kriminelle Machenschaften und insbesondere bei Drogengesch\u00e4ften die W\u00e4hrung der Wahl aber auch Steuerhinterziehung und Geldw\u00e4sche w\u00fcrden dank Bitcoin ganz besonders attraktiv. Und da es gerade en Vogue ist, den Wert einer Leistung in deren CO2-Bilanz zu messen, wurde auch von dieser Seite unreflektiert auf Bitcoin eingedroschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Als sich dann noch angesehene und erfolgreiche Investoren wie Warren-\u00abBitcoin is Rat Poison Squared\u00bb-Buffet begannen, sich herablassend \u00fcber Bitcoin zu \u00e4ussern, wurde mir endg\u00fcltig klar, dass ich gerade zum zweiten Mal auf eine Bahnbrechende Innovation gestossen bin. Von nun an gab es kein Halten mehr. Ich versank buchst\u00e4blich in diesem oft zitierten \u00abRabbit Hole\u00bb und tauchte daraus bis heute nicht wieder auf. Ach ja, die Meinung meines Vaters zu Bitcoin m\u00f6chte ich den geneigten Leser:innen hier ersparen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00abNot your keys is not your Bitcoin\u00bb und \u00abNot your Node, not your Rules\u00bb<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Es ist selbstverst\u00e4ndlich, dass es einen Unterschied macht, ob man sich als \u00abAussenstehender\u00bb f\u00fcr eine Sache interessiert oder als jemand der\/die in diese investiert ist. Das war vor mir der Fall und wird sich auch k\u00fcnftig bei allen Neueinsteigern nicht \u00e4ndern. Da meine ich nicht einmal in erster Line den Kurs. Dieser sollte sich in meinem Fall sowieso w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Jahre, nicht mehr auf mein Einstiegs-Niveau erholen. Aber da ich ja nun zum Langzeit-HODLER verknurrt war, wurde ich nicht m\u00fcde, mehr \u00fcber die Philosophie, die Idee, die Ideologie(n) hinter Bitcoin erfahren zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Da ich nun aber diesen Artikel nicht unendlich in die L\u00e4nge ziehen mag und der Titel \u00abMein Weg zum Bitcoin Full Node\u00bb lautet, abschliessend noch ein paar Worte wie es soweit kam, dass ich inzwischen stolzer Betreiber eines Bitcoin Full Node bin. Eigentlich war es letztlich die Entscheidung, das richtige tun zu wollen. Denn jeder weitere, privat betriebene Full Node ist ein Beitrag ans dezentrale Bitcoin-Netzwerk. Da durch mein Herz schon immer und bis heute anarchisches Blut fliesst und Bitcoin Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit verspricht, blieb mir letztlich auch nichts anderes \u00fcbrig, als diese Gelegenheit zu nutzen. Denn nun bin ich nicht nur Besitzer meiner privaten Tresor-Schl\u00fcssel, mit meinem eigenen Full Node verifiziere ich nun auch all meine Transaktionen selber und sch\u00fctze dabei auch gleich noch meine Privatsph\u00e4re, bin also meine eigene Bank und in einem h\u00f6chsten Masse unabh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Und je breiter sich dieses basisdemokratische Netzwerk verbreitet, desto kleiner wird die Gefahr dass, analog dem Internet, multinationale Konzerne, Politiker und Staaten die Regeln bestimmen. Es liegt also quasi in der Verpflichtung eines jeden einzelnen, Verantwortung f\u00fcr diese Hoffnung stiftende Innovation zu \u00fcbernehmen und sich so gegen Fremdbestimmung aufzulehnen. M\u00f6glicherweise bietet Bitcoin die letzte Chance dazu, Politiker und Staaten zu entmachten. Gerade in Zeiten von Corona sollten wir uns dessen bewusst werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich geh\u00f6re ja, was das Durchschnittsalter der Bitcoinianer:innen betrifft (50+), zu einer \u00fcberschaubaren Minderheit. Um ehrlich zu sein, ist dies in meinem beruflichen IT-Umfeld bereits eine gef\u00fchlte Ewigkeit der Fall. 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